Die Handballer der VTZ müssen sich im Derby mit dem TV Homburg 17:22 (8:10) zuhause geschlagen geben. Ausschlaggebend für die Niederlage war vor allem die schwache Angriffsleistung der Rosenstädter. In einem wenig hochklassigen Saarpfalzderby spielten die Homburger ihre individuelle Klasse aus und gewann am Ende auch in der Höhe verdient. Bester Zweibrücker Werfer war Robin von Lauppert mit fünf Treffern.

„Mit dieser Angriffsleistung gewinnst du kein Spiel“, sagt VTZ-Coach Kai Schumann nach der Partie und bringt es damit auf den Punkt. Nicht weniger als 24 Wurfversuche fanden nicht ihr Ziel. Zudem erlaubte man sich zusätzlich noch 11 technische Fehler. „Es ist so ärgerlich, da die Abwehr ja funktioniert hat“, ärgert sich Schumann. In der Tat hat die Zweibrücker Abwehr eine gute Leistung an den Tag gelegt und auch die beiden Zweibrücker Torhüter, allen voran Yannic Klöckner, boten eine gute Leistung. Am Ende war der Angriff an diesem Abend einfach nicht gut genug, um eine gute Homburger Mannschaft ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. „Wir haben den Kopf nicht verloren und sehr diszipliniert in der Abwehr gespielt. Wir nach Möglichkeit versucht immer 2-gegen-1-Situationen in der Abwehr zu schaffen, was uns gut gelungen ist. Das haben wir gut umgesetzt“, so der sichtlich zufriedene Jonas Guther nach der Partie. Guther und Marvin Mebus haben nach der Trennung von Mirko Schwarz das Ruder in Homburg übernommen. Vor dem Spiel hat man gerade die breite Bank des TVH als eine ihrer Stärken ausgemacht und genau das machte sich auch in diesem Spiel bemerkbar, was auch Guther so bestätigte. „Wir haben keinen Torschützen, der zehn Tore wirft. Bei uns sind die Tore auf alle Mannschaftsteile verteilt“, sagt Guther.

Den etwas besseren Start in das Derby erwischen die Hausherren, die in der gut besuchten Westpfalzhalle nach fast vier gespielten Minuten mit 1:0 in Führung gehen und wenig später auf 2:0 erhöhen. Die Gästefans müssen etwas mehr als fünf Minuten auf den ersten eigenen Treffer warten, ehe Neuzugang Jovan Talevski auf 2:1 verkürzt. Schon früh in der Partie fällt auf, dass sie zu großen Teilen aus Kampf, aber auch mindestens so viel Krampf besteht. Dennoch kommen die Gäste jetzt immer besser in die Partie und haben in Talevski jemanden auf Rückraummitte, der für viel Gefahr sorgt. Nach Treffern von Ljubomir Josic und Ex-VTZ-Spieler Richard Wilga, gehen die Gäste in der 14. Spielminute erstmals in Führung (4:5). Bis zum 7:7 (24.) bleibt es eine Partie auf Augenhöhe, was auch daran liegt, dass Klöckner im VTZ-Tor mit vielen guten Paraden zu überzeugen weiß. Aber auch sein Gegenüber, TVH-Goalie Benedikt Berz, kann sich immer wieder auszeichnen und entschärft gute Zweibrücker Möglichkeiten. Nach einem Doppelschlag von TVH-Rechtsaußen Tobias Alt führen die Gäste erstmals mit 7:9 (27.). Diesen Vorsprung retten sie auch in die Halbzeit. „Wir haben irgendwann den Kopf verloren“, bemängelt VTZ-Coach Kai Schumann. Beim Stand von 8:10 wurden die Seiten gewechselt.

Was sich schon Ende der ersten Halbzeit angebahnt hat, sollte sich gerade zu Beginn der zweiten Hälfte bestätigen. Die Gäste aus Homburg hatten die Partie jetzt völlig unter Kontrolle und setzten sich immer weiter ab. Die VTZ fand im Angriff kaum bis keine Lösungen gegen die gute 6:0-Abwehr der Gäste, die jetzt auch über die zweite Welle immer wieder zu Torerfolgen kamen. Während der Favorit aus Homburg aus guter Defensivarbeit Kapital schlägt, will es den Hausherren nicht gelingen. Etwas zu schleppend, vielleicht auch ängstlich, wird der Ball nach vorne getragen. Dadurch kann der Gegner sich nach Ballverlusten schnell wieder geordnet formieren. Der in der zweiten Halbzeit eingewechselt Ljubomir Josic sorgt jetzt bei den Gästen auf der halbrechten Seite für viel Unruhe. So können sie sich immer weiter absetzen. Als in der 43. Spielminute der gute Muhamet Durmishi das 9:16 erzielt, ist die Partie mehr oder weniger entschieden. Die Zweibrücker lassen sich zwar nicht hängen, aber viel besser sollte es nicht mehr werden. Da auch der TVH aber im Angriff nur bedingt zu überzeugen wusste, blieb es eine torarme Partie, in der hauptsächlich sich die Torhüter auszeichnen konnten. So auch der Zweibrücker Norman Dentzer, der Mitte der zweiten Hälfte für Yannic Klöckner eingewechselt wurde, dem kurz vor Ende der Partie noch ein eigener Treffer gelang. Die Gäste aus Homburg entschieden die Partie mit 17:22 zu ihren Gunsten und feierten ausgelassen den Derbysieg.

Die VTZ Saarpfalz muss diese Niederlage schnell aus den Kleidern schütteln. Punkte gegen den TVH waren nicht eingeplant, denn beide Mannschaften verfolgen unterschiedliche Ziele. Während der TVH um den Aufstieg ein Wörtchen mitreden will, gilt es bei der VTZ erst mal mit der neuen Mannschaft in der Liga anzukommen. Dazu muss vor allem die Angriffsleistung gesteigert werden. Bereits am Donnerstag haben sie die nächste Chance sich zu beweisen. Sie reisen zum ersten Pokalspiel nach Brotdorf. Am Sonntag ab 18 Uhr werden sie in Worms von der HSG empfangen. Wenn man sieht, dass die HSG Worms den TVH am Rande einer Niederlage hatte, weiß man um die schwere der Aufgabe.

Für die VTZ spielten:

Yannic Klöckner (1-46, 8 Paraden), Norman Dentzer (47-60, 4/1 Paraden, ein Treffer) im Tor, Robin von Lauppert 5, Tomas Kraucevicius 4/3, Dominik Rifel 3, Julian Kreis 2, Thomas Jung 1, Moritz Baumgart 1, Tobias Stauch, Moritz Michel, Jannick Flockerzi, Hendrik Rolshausen, Dominik Rauch

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